Browin Blog - WINTER IM GARTEN – WAS LOHNT ES SICH IN IHM ZU TUN?

WINTER IM GARTEN – WAS LOHNT ES SICH IN IHM ZU TUN?

2021-01-27

In den letzten Jahren überraschen die Winter weder durch Wellen starker Kälte noch
durch ständigen Schneefall. Obwohl wir Tage haben, an denen die Temperatur unter Null
fällt und Bäume und Sträucher von weißem Flaum bedeckt werden, gibt es ab dem 21.
Dezember tatsächlich mehr Tage, an denen die Thermometer deutlich Plusgrade anzeigen.
Das freut insbesondere Autofahrer und Schneeaufräumdienste, aber wir müssen uns dessen
bewusst sein, dass sich solche Temperaturen ungünstig auf die Pflanzen in unseren Gärten
auswirken. Die Pflanzen bereiten sich nämlich so auf den Winter vor, dass sie Blätter
abwerfen, Nährstoffe einlagern und stärkere Wurzelsysteme aufbauen, um schwierige
Wetterverhältnisse zu überdauern. Ein warmer Winter mit vorfrühlinglichen Temperaturen
weckt die Pflanzen aus dem „Winterschlaf“. Wenn sich das Wetter plötzlich verändert,
werden die vom Frost angegriffenen Pflanzen praktisch wehrlos – sie frieren, werden
schwächer und manche von ihnen gehen ein ... Wie sollte man also Pflanzen unter solchen
Bedingungen pflegen? Was tun, wenn der Winter verhältnismäßig warm ist? Hier sind
unsere Tipps, wie man das neue Jahr in seinem Garten beginnen sollte. Wenn Sie jetzt Ihre
Pflanzen entsprechend pflegen, werden sie es Ihnen im Frühling schön danken!

Pflegen Sie die Pflanzen unter Abdeckungen.
Wie bereits erwähnt, bewirken höhere Temperaturen, dass die Pflanzen zum Wachstum und
Blühen angeregt werden – dies kann durch verschiedene Abdeckungen, mit denen die
Bäume und Sträucher abgedeckt wurden, begünstigt werden. Wenn sich eine Kältewelle
anbahnt, ist die Abdeckung von Pflanzen sehr sinnvoll, sollte aber die Quecksilbersäule über
einen längeren Zeitraum hinweg Plusgrade anzeigen, lohnt es sich nachzuschauen, ob die
Pflanzen es nicht zu stickig, warm und feucht haben. In einem stickigen Mikroklima unter
Abdeckungen können die Pflanzen häufig durch sich unter solchen Bedingungen
entwickelnde Pilze oder Schimmel angegriffen werden. Das führt dazu, dass sie erkranken
können. Ihre ständige Aufgabe ist also das Wetter zu beobachten und auf
Wettervorhersagen zu achten. Das wird Ihnen dabei helfen, die Pflanzen entsprechend, mal
mehr, mal weniger, abzudecken.

Prüfen Sie, ob die Pflanzen Zugang zu Wasser haben.
Ein trockener, warmer Januar, ohne Regen oder Schnee, sowie großer Frost, bei dem das
Wasser im Boden gefriert, können eine physiologische Dürre bewirken. Pflanzen ohne
Wasserzugang können, sogar im „Winterschlaf“, nicht im Stande sein, selbst einen
Wassermangel auszugleichen und im Endeffekt nicht zum Frühling überdauern. Eine

physiologische Dürre wird auch durch eine große Versalzung des Bodens, z. B. bei
Verwendung von Salz zur Beseitigung von Eis, verursacht. Es lohnt sich die Pflanzen nicht
nur an heißen Sommertagen, sondern auch im Winter und Vorfrühling, wenn die Temperatur
unter Null beträgt, zu gießen.

Entfernen Sie ein Übermaß von Schnee von Bäumen, Sträuchern und anderen
Pflanzen.
Wenn der Januar frostig und verschneit wird, pflegen Sie Ihre Pflanzen, indem Sie
übermäßigen Schnee von ihren Ästen und Blättern entfernen. Sollte jedoch kein Schnee
fallen und die Temperatur über längere Zeit Plusgrade aufweisen, können Sie mit dem
Schneiden Ihrer Hecken beginnen. Ein warmes Monatsende ist auch eine gute Zeit dafür,
um Obststräucher zu stutzen.

Beobachten Sie Ihre Zwiebelblumen.
Wenn Sie in Ihrem Garten Zwiebelblumen haben, die als erste blühen, müssen Sie sie
unbedingt beobachten. Wenn der Winter warm ist, können sie beginnen zu keimen und zu
blühen. Obwohl Zwiebelpflanzen im Prinzip mehrtägigen leichten Frost überstehen können, lohnt es
sich, wenn die Temperatur für längere Zeit unter -5⁰C fällt, die Pflanzen zusätzlich, z. B. mit
Streu, zu schützen.

Kümmern Sie sich um Obstbäume.
Junge Obstbaumstämme lohnt es sich an kälteren Tagen mit Stroh oder speziellen
Gartenabdeckungen zu umwickeln. Im Januar können wir die Baumstämme auch mit Kalk
tünchen, was ein Aufplatzen der Rinde verhindert. Wenn Sie solche, aufgrund von Frost
entstandenen Risse bemerken, bestreichen Sie sie mit speziellen Mitteln, die eine
„Wundheilung“ ermöglichen und ihre Bäume vor Infektionen schützen.

Denken Sie an Ihren Rasen.
Zu Jahresbeginn sollte man keine Rasen, obwohl diese zu wachsen beginnen, schneiden.
Das Schneiden bewirkt, dass die weiteren Halme angeregt werden zu wachsen, jedoch ein
plötzlicher Abfall der Temperatur und Frost können sie sehr schwächen. Deshalb sollten Sie
zu Jahresbeginn ihren nur Garten säubern. Wenn Sie das noch nicht getan haben, entfernen
Sie vom Rasen abgestorbene Blätter, Strauchäste und vom Wind heruntergestoßene
Baumäste. Danken Sie auch daran, den Rasen nicht zu begehen, wenn Schnee gefallen ist
– es ist nämlich leicht, das unter dem Schnee gefrorene Gras zu beschädigen.

Sehen Sie sich die in Räumen überwinternden Pflanzen an.

Wenn im Winter einige Topfpflanzen in den Keller oder an andere wärmere Orte gestellt
werden, lohnt es sich, sie regelmäßig anzusehen und zu prüfen, ob sie nicht gegossen
werden müssen. Wenn Sie sehnsuchtsvoll auf den nahegelegenen Gemüse- und Obstladen
schauen, vergessen Sie nicht, dass Sie sich auch im Winter an frisch gezüchteten Keimen,
die eine großartige Vitaminquelle sind, erfreuen können. Eine Keimschale wird Ihnen dabei
helfen.

Denken Sie daran, Vögel zu füttern.
An kalten Wintertagen vergessen Sie unsere gefiederten Freunde nicht, denen es schwerfällt
in der winterlichen Natur Nahrung zu finden.

... weil Hausgemachtes besser ist!