Cider liegt wieder im Trend und ist seit einigen Jahren immer häufiger zu finden – auch bei uns. Entgegen der landläufigen Meinung muss Cider nicht nur aus Äpfeln entstehen. Als Beweis präsentieren wir ein Rezept für Rosen-Cider, das Sie ganz leicht zu Hause nachmachen können. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Rezept für Rosen-Cider
Zubereitung:
Übergießen Sie die Blüten mit 2 Litern heißem Wasser, um die Aromen optimal zu extrahieren. Nach 24 Stunden den entstandenen Aufguss (nur die Flüssigkeit) in einen Gärballon mit mindestens 10 Litern Fassungsvermögen füllen und anschließend Zuckersirup zubereiten. 0,8 kg Zucker mit 3 L Wasser aufkochen, dabei den aufsteigenden Schaum abschöpfen. Abkühlen lassen und zum Aufguss in den Ballon geben. Mit der restlichen Wassermenge auffüllen. Zur so vorbereiteten Mischung Ciderhefe Sweet, Hefenährsalz sowie 0,75 Packung Säureregulator geben. Den Ballon mit Stopfen und mit Wasser gefülltem Gärröhrchen verschließen und etwa 14 Tage zur Gärung stehen lassen. Nach dieser Zeit den noch gärenden Ansatz vom Bodensatz abziehen* (Sie können ihn auch durch doppelt gelegte Gaze oder einen Filtersack filtern). Im nächsten Schritt geeignete Flaschen mit 0,5 L Inhalt vorbereiten, z. B. Bierflaschen mit passenden Kronkorken oder Schraubflaschen aus PET – wichtig: Alle müssen druckbeständig sein, da sich darin Gas (CO2) bildet.
Füllen Sie das Getränk in die Flaschen ab** und geben Sie pro Liter zwei Teelöffel Zucker (ca. 8 g) zu. Die Flaschen fest verschließen und für 2–3 Tage bei Zimmertemperatur zur Karbonisierung stehen lassen. Danach in einen kühlen Raum (unter 13°C) oder in den Kühlschrank stellen. Den so zubereiteten Ciderini empfehlen wir innerhalb von 10–15 Tagen zu trinken – dann schmeckt er am besten, besonders gut gekühlt.
* Beim Abziehen vom Bodensatz können Sie den Geschmack anpassen, indem Sie nachsäuern oder gegebenenfalls leicht nachsüßen, falls vollständig ausgegoren ist.
** Vor dem Abfüllen in Flaschen prüfen Sie – mit einer Zuckerspindel – den Zuckergehalt des gärenden Ansatzes. Liegt er unter 3 Blg, süßen Sie nach Rezept nach. Bei einem Wert
über 4 Blg reduzieren Sie die Zuckermenge auf 7 g, über 5 Blg – auf 6 g; bei noch höheren Blg-Werten reduzieren Sie die Zuckermenge entsprechend weiter.
Ist der Ciderini zu wenig süß, erhöhen Sie anstelle von vergärbarem Zucker (das könnte zu einer übermäßigen CO2-Bildung und zu beschädigten Flaschen führen) lieber die Süße direkt in der Flasche – mit Xylit, einem Süßungsmittel ohne negativen Nachgeschmack.
Guten Appetit! ...denn Selbstgemachtes schmeckt besser!
Weinherstellung